Verborgene Muster - Ian Rankin

In Edinburgh geht ein Monster um - ein brutaler Mörder, der bereits zwei kleine unschuldige Mädchen entführt und erwürgt hat. Detective Sergeant John Rebus bleibt nicht viel Zeit, das dritte Mädchen, das als vermisst gilt, zu finden. Doch jede Spur scheint aussichtslos, bis Rebus plötzlich begreift, dass der Täter längst Kontakt mit ihm aufgenommen hat … (via amazon.de)
Mein Fazit:
Mal wieder ein schöner Rebus-Krimi, auch einer indem man mal was näheres von ihm erfährt. Für alle die, die ihn nicht kennen: John Rebus war erst beim Militär, um sich dann zur Polizei versetzen zu lassen. Natürlich gehört er nicht zur einfachen Sorte Mensch, wär ja auch zu schön, er trinkt gerne mal, rauft sich gerne mal und das andere übliche. Seine Ehe ist den Bach runter gegangen, seine Tochter sieht er nur “selten”. Dafür hat er immer eine gute Nase, was so komische Fälle angeht, er geht gerne merkwürdige Wege, um das Ziel zu erreichen und seine Vorgesetzten wissen zwar, was sie an ihm haben, doch seine Macken können Sie nicht übersehen.
Nun zu diesem Teil der Serie (ist übrigens der erste Teil der Rebus-Serie): Hier erfährt man warum Rebus das Militär verlassen hat, wie die Beziehung Vater-Sohn und Bruder-Bruder war und wie er darunter leidet, seine Frau und Tochter nur selten zu sehen. Es werden Mädchen von einem Irren ermordet. Zum gleichen Zeitraum bekommt Rebus merkwürdige Post, ohne Absender und nur wenige Zeilen. Die Verbindung dazu wird ihm erst viel später, aber noch rechtzeitig bewußt. Denn mittlerweile ist seine 12jährige Tochter auch entführt worden, das Schlimmste wird vermutet. Schafft er es?
So, jetzt muß ich mal sagen, dass ich die Rebus-Serie nicht der Reihenfolge gelesen habe, so dass ich erst jetzt den ersten Teil beurteilen kann. Für alle die anfangen wollen mit einer Krimiserie, die in Edinburgh spielt, sei hier der Rat gegeben, lest unbedingt erst Teil 1, denn hier bekommt ihr Hintergrundinformationen, die ihr später zum besseren Verständnis benötigen könnt. Denn Rebus´seine Militärzeit spielt in einigen Fällen noch eine Rolle, sei es zum Positiven oder auch zum Negativen.
Mir hat der erste Teil sehr gut gefallen, sehr emotional und ein einfühlsamer Blick in eine kaputte Seele. Hinzu kommt noch der Spielort, mit dem verregneten grauen Edinburgh klasse gewählt. Der Fall ist interessant und etwas kniffelig. Hinzu kommt noch die familiäre Auseinandersetzung mit seinem Bruder. Gelungen! Macht Laune mal wieder mehr von Rebus zu lesen.
Die Ri meint als Krimieinstig und auch so lesenswert.
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Das hier ist übrigens schon von 1987 und heißt im Original “Knots and Crosses”, was ja eine gewisse Signifikanz hat und deswegen finde ich den deutschen Titel wie so oft grenzenlos dämlich.
Wow, da kommt ja jetzt schon mal bei mir purer Neid auf… ein Jahr Edinburgh? Klasse! :-)
Stimmt, die Titel werden immer so komisch eingedeutscht, da weiß man gar nicht was das soll. Bei so manchem Buch frag ich mich schon, wie die auf diese merkwürdigen Titel kommen, knobbeln die beim Frühstück?