Vogelherz - Clive Woodall

Thursday,31.July 2008

Von einem, der auszog, die Welt zu retten

Das Böse ist lautlos und kommt aus dem Nichts. Es ist schwarz, verschlagen und schattengleich: Es sind Elstern, treue Diener ihres finsteren Führers Slyekin, die Vogelland mit Tod und Verderben überziehen, die Singvögel in den Wäldern ausrotten und den Himmel über den Städten beherrschen. Sie haben dem Rotkehlchen Kirrick alles genommen, was es auf der Welt liebte. Doch nun nimmt er den scheinbar aussichtslosen Kampf auf, Vogelland zu retten.

Vogelherz ist eine fantastische Fabel und erzählt die große Geschichte von Gut gegen Böse, von David gegen Goliath und davon, wie ein Einzelner mit Herz, Verstand und Entschlossenheit sein Schicksal in die Hand nimmt. (via amazon.de)

Mein Fazit:

Elstern rotten ganze Scharen von Kleinvögel im Vogelland aus. So auch die Eltern und die junge Liebe des Rotkehlchens Kirrick. Er fasst sich aber an sein kleines Herz und will etwas dagegen tun. Durch einen Zufall findet er die weise Eule Tomar, diese klärt Kirrick über die Zustände bzw. über das Warum in Vogelland auf und gemeinsam schmieden Sie Pläne. Die ersten Erfolge kann man im ersten Buch lesen, im zweiten Buch geht es zum einen um den Endkampf zwischen Gut und Böse und die versuchte Neubesiedlung von Vogelland.

Leider ist dieses Buch in zwei Teile unterteilt. Das hat irgendwo einen faden Beigeschmack. Denn der erste Teil wiederholt sich etwas abgewandelt im zweiten Teil. Außerdem wird manchmal die Gewalt der Vögel etwas deutlich beschrieben, da kann ich mir aber nicht vorstellen das der nette Herr Woodall das seinem Sohn auch so erzählt hat, da es eine Gute-Nacht-Geschichte für sein Sohn als erstes war.

Nun wieder zurück. Es tummeln sich skurrile Vögel mit interessanten Macken in diesem Buch. Den ersten Teil liest man auch noch begeistert mit, will man doch wissen ob es Kirrick gelingt gegen die Elstern was zu unternehmen. Der zweite Teil zieht sich und ehrlich gesagt *flüsteran* hab ich den quer gelesen *flüsteraus*.

Letzten Endes soll bzw. ist trotz allem eine Fabel, die uns mal wieder vor Augen führt, dass man auch als kleinstes Lebewesen was gegen das “Böse” unternehmen kann. David gegen Goliath, sozusagen. Man muß nur den Mut aufbringen und anfangen, also über seinen eigenen Schatten springen oder den inneren Schweinehund mal in den Urlaub schicken. Eine schöne Botschaft, an der immer etwas dran ist, denn Courage wird auch heutzutage immer wieder gebraucht. Leider ist die Botschaft nicht gerade gelungen verpackt.

Ein schöner Versuch, ganz gescheitert ist er auf keinen Fall, doch es hätte etwas sinntiefer sein können. Für den Arbeitsweg reicht es allemal. ;-)


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