Coraline - Neil Gaiman

Friday,30.November 2007

Hier abgebildet die deutsche Ausgabe, gelesen wurde es in englisch.
Coraline ist umgezogen. Sie möchte ihre neue Umgebung erkunden und fängt im Haus an. Außer den anderen Mitbewohnern, findet sie eine verschlossene Tür, dahinter eine Backsteinmauer. Dieser Ort zieht sie an und eines Tages ist die Mauer weg. Dort findet sie eine Spiegelwelt ihrer Welt sehr ähnlich. Die dortige Mutter kocht besser als ihre, der Vater kümmert sich mehr um sie als ihrer und trotzdem merkt Coraline das irgendwas nicht stimmt. Hinter der freundlichen Fassade des Wesens verbirgt sich eine grässliche Kinderfängerin. Coraline ist ihr auserkorenes Opfer. Coraline merkt schnell wie albtraumhaft diese Spiegelwelt ist und setzt alles daran wieder nach Hause zu gelangen, doch der Schlüssel zur Tür ist verloren gegangen und dann nimmt dies Wesen noch ihre leiblichen Eltern gefangen. Coraline wehrt sich und nimmt allen Mut zusammen. Ob es ihr gelingt, bitte selber lesen. Lohnt sich allemal.

Ein sehr schönes, wohlig-gruseliges “Märchen” für Teenies und Erwachsene. Der Schreibstil ist unverkennbar und man kann das Buch auch nicht aus der Hand legen. Die Charaktere sind sehr ausgeprägt dargestellt, was natürlich zum “Effekt” beiträgt. Wie man es von Neil Gaiman gewohnt ist, kann man hier wieder schaurig-schräge und skurrile Literatur erwarten.

Nicht unbedingt empfehlenswert für Zartbeseitete.

elzzup und Zukunftsvisionen

Tuesday,27.November 2007

Wer möchte nicht die Zukunft vorausagen können oder mal ein kleinen Blick wagen. Soll ich lieber doch das blaue Auto oder eher das Gelbe kaufen? Hach, was wäre manch eine Entscheidung schneller gefallen.

Seit letzten Freitag bin ich schwer mit Zukunftsvisionen beschäftigt. Nein, ich bin nicht esotherisch angehaucht, frage kein ABC-Brettchen, lege keine Karten…. ich puzzle. Ja, ich puzzle. Und zwar das Schicksal der Klasse 7b. Ich weiß demnächst, wenn ich fertig bin, wie sie in 25 Jahren aussehen und was auch Ihnen geworden ist. Ist das spannend.

7b1.jpg

So, und nun im Klartext:

ein elzzup ist ein puzzle… in englisch ein jigsaw und damit ein wasgij. Was evtl. schon angedeutet wird, man brauch “Hinten Augen im Kopf”, denn es sind keine gewöhnlichen Puzzles.

Es gibt drei Serien.

Bei der einen Serie puzzlet man Ereignis aus einem anderen Blickwinkel als auf der Verpackung gezeigt. Z.B. seht ihr ein Brautpaar vor dem Standesamt, schön aufgereiht für den Fotografen. Doch irgendwas läßt das Brautpaar und die Schwiegereltern völlig entsetzen. Bloß was? Das muß man puzzlen, und zwar aus der Sicht des Brautvaters.

hochzeit1.jpg

Bei der anderen Serie puzzelt man in die Zukunft (Destiny). Z.B. die Klasse 7b wird gezeigt bei der mittäglichen Kantinenverkostung. Wie wird das ganze auf dem EhemaligenTreff in 25 Jahren aussehen? Was wird aus Ihnen geworden sein? Oder anderes Bsp. Athen im Jahre 0, die olympischen Spiele sind voll im Gange. Doch gepuzzelt wird das Jahr 2000.

athen1.jpg

In der dritten Serie Mystery geht es darum ein gefährliches Ereignis zu entschärfen, sprich man puzzelt den Ausgang des Ereignisses. Z. B. ist auf den Zuggleisen ein Päärchen gefesselt. Der Zug naht, werden Sie es schaffen sich zu befreien oder gibt es kein Happy End?

mystery1.jpg

Noch nie hat ein Puzzle soviel Spaß gemacht ;-)

Der Künstler Graham Thompson hat somit keinen leichten Job, schließlich muß er pro Puzzle zwei Motive zeichnen. Doch dies gelingt ihm hervorragend. Jedes ist mit sehr viel Liebe und Witz gestaltet.

Scheisshausfliegen

Tuesday,27.November 2007

Sorry, aber an was anderes kann ich bei folgendem nicht denken:

Wir wohnen in einer 30-Zone, in der natürlich nur die wenigsten Anwohner 30 fahren, geschweigen denn der momentane Durchgangsverkehr. Falls die Polizei die Weihnachtskasse sanieren möchte, ich kenn da ein guten Standort. Die meisten rasen mit 70 durch die kleine Straße. Aber das ist ja wie fast überall.

Nun ich fahr meistens um die 35 - 40, was mich auch schon n Zettelchen kosten könnte, je nachdem. Aber wieder zur Sache. Man fährt in einer 30-Zone schon 40 und trotzdem hat man Scheisshausfliegen am Heck. Eigentlich sitzen die schon mit ihrer Karre auf dem Beifahrersitz. Boah, da krieg ich Plaque, wie man hier sagt. Denn irgendwann ist ja die 30-Zone zu Ende, man darf 50 fahren und *beschleunigeauf50* sind die Scheisshausfliegen weg. Und bleiben auch weg. Weil die dann weiter mit ihrer monotonen Fahrweise *jetzt* halt kriechen. AAAAARRRGGGHH!

Das gleiche hat man auf den Zubringer zur A40. Früher war hier größtenteils 70 erlaubt, doch da sich mehrere in kurzer Zeit versemmelt haben, gilt hier 50. Ab Stadtgrenze zu Essen wieder 70. Glaub mal nicht das Du bis zu dieser Stadtgrenze entspannt fahren kannst. Auch wenn Du schon 60 fährst, fallen die Scheisshausfliegen über Dich her, überholen noch wild gestikulierend, damit sie Dich nach der Stadtgrenze wieder behindern können, da sie ja nicht mehr als ihre 65 fahren, obwohl hier 70 gilt. Irgendwie haben sowieso die meisten ein Problem hinter ein Auto zu fahren. So nach dem Motto: Ih, so ne Dreckschleuder vor mir oder bäh, ich bin besser. Überholen einen und bremsen einen dann erstmal aus. Was soll das alles? Muß das alles sein?

Ich hasse Scheisshausfliegen!

So, das mußte mal raus!

Frauen am Steuer, das wird teuer!

Wednesday,21.November 2007

Welche Frau kennt diesen Ausspruch nicht. Dabei ist das doch meistens ein Klischee übelster Sorte! Haben doch Studien bewiesen, dass Frauen die besseren Autofahrer sind.

Aber nun gut, es gibt sie trotzallem noch, die Risikofrauen, die uns den Schnitt versauen:


from vids.myspace.com

zitat #18

Wednesday,21.November 2007

“Der Leser hat´s gut; er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.”

Kurt Tucholsky

Back to the roots

Wednesday,21.November 2007

schon wieder ein neues Design? Muß das sein?

Ja, denn ich war sooo unzufrieden und nu gehts mir wieder gut. Sieht auch wieder schicker aus und dat bleibt auch so. Sorry, manchmal sollte man eher auf sein Bauchgefühl als auf seinen Kopf hören und daher wieder back to the first one.

Mußte mal sein!!

Nuschelmanie

Wednesday,21.November 2007

In den alten “Viehwaggons” der Bahn, bevorzugt auf meiner Linie eingesetzt, aber auch andere kommen in diesen Hochgenuß von Komfort, gibt es keine Haltestellenanzeige. Man ist entweder auf seine eigenen Äuglein angewiesen, die einen bestätigen anhand der vorbeiziehenden Landschaft und der Bahnhofsschilder wo man gerade ist, oder man zählt tatsächlich die Haltestellen mit oder aber man liest, schnattert, döst und ist auf die Durchsage des Lokführers angewiesen.

Meistens ist bei 90 % der Zugreisenden letzteres der Fall. Bloß wie doof sieht das aus, wenn die Hälfte der Mitinsassen jede Haltestelle aufsteht und aussteigen will, dann erfährt wo sie sind und sich dann wieder hinsetzt. Und nur weil der Lokführer über seinen Streik das deutliche Sprechen verloren hat. Er nuschelt. Die Haltestelle “Herne Bahnhof” hörte sich ungefähr so an: “h……..ho.!” Alles klar und deutlich …. daneben!

Aber lieben Dank für dies kostbare Erlebnis an einem depressiven Morgen. Erinnerte irgendwie an “Reise nach Jerusalem”. ;-) Mehr davon!

Im Jenseits ist die Hölle los - Arto Paasilinna

Sunday,18.November 2007

Die Finnen sind ja bekanntlich ein lustiges skurriles Völkchen und so ist dieser Roman auch lustig und skurril.

Es fängt mit der Beschreibung des Todes vom ich-Erzähler an. Während er einer hübschen Frau auf die Beine schaut, damit er auch jedes Detail einfängt, den Bürgersteig verlässt, wird er auch schon prompt von einem Auto überfahren. Schädelbruch - tot. Sein Geist nimmt etwas entsetzt diese Szene war, denn keiner nimmt so richtig Anteil an seinem Tod, die hübsche Frau dreht sich nicht noch mal um, der Autofahrer ist über die Beule in der Motorhaube entsetzt und er selbst ist jetzt tot. Dreißig Jahre alt, Journalist und verheiratet. Alles vorbei. Doch eigentlich fängt alles erst mal richtig an. Im Laufe der nächsten Tage merkt er das seine Frau gar nicht richtig trauert und er auch so nicht schmerzlich vermißt wird. Er freundet sich mit anderen Geistern an, zum einen der Propst Hinnermäki, dem Papst Pius IX. und einigen anderen, er wrid der ewigen Liebe begegnen, sowie einige Unarten des Lebens lernen. Und die Welt könnte man weiter verbessern…

Alles in allem hab ich es sehr schnell durchgelesen, da die Personen so klasse beschrieben sind. Die Idee als solches ist total skurril, aber super umgesetzt. Einer der erheitertesten “Leben-nach-dem-Tod”-Variante wird hier erzählt. Also für mich steht fest ein weiterer Paasilinna-Roman wird folgen.

The Curious Incident of the Dog in the Night-Time - Mark Haddon

Friday,16.November 2007

Diesmal hab ich mich mal an ein englischsprachiges Buch gewagt und es war herrlich zu lesen.

Die deutsche Ausgabe heißt: Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone

Worum geht´s?

Christopher Boone ist 15 Jahre, drei Monate und zwei Tage alt, liebt die Farbe rot hasst alles Gelbe und Braune. Er beherrscht die Primzahlen bis 7507. Neues, Überraschungen und Lautes schrecken ihn ab, bzw. versetzen ihn in Panik. Er kann mit Zweideutigkeiten und dem Mimikspiel der Erwachsenen nichts anfangen, was Außenstehende natürlich nicht verstehen können. Seine Mutter ist verstorben, so lebt er mit seinem Vater zusammen. Was manchmal auch schon brenzlig ist. Eines Nachts -als Christopher mal wieder nicht schlafen kann- entdeckt er den ermordeten Hund der Nachbarin. Ehrgeizig wie er nun mal ist, möchte er das Rätsel lösen und stößt dabei auf ein gut gehütetes Geheimnis….

Die Geschichte wird aus Christophers Sicht erzählt. Man bekommt einen “kleinen” Einblick in das Denken eines Autisten. Es ist schon interessant zu erfahren, wie er sein Essen nur mag, warum rot toll ist und gelb nicht, was er als Entspannungsmethode vorzieht und überhaupt. Vieles was man als “normaler Mensch” als selbstverständlich erachtet, wirkt für genau diese Gruppierung manchmal sehr entfremdend, z. B. Sarkasmus. Es regt zum Nachdenken an, aber als allererstes zum Genießen, denn die Abenteuer von Christopher sind sehr herzlich und warm beschrieben worden.

Was jetzt aber das Geheimnis ist, verrate ich nicht. Selber lesen bildet! ;-)

“bis Weihnachten?”

Friday,16.November 2007

Gestern ereilte mich schon eine mittlere Magenverkrampfung beim Lesen dieses Artikels und heute dann noch dieses i-tüpfelchen, was mein Faß so langsam zum überlaufen bringt.

Die Rede ist vom Bahnstreik. Denn ab nächste Woche ist ein unbefristeter Streik in greifbarer Nähe. Keiner der Beiden gibt auch nur ein Funken nach und vor allem wird sofort jegliches Angebot abgelehnt, ist nicht gut genug um sich darüber zu unterhalten. Argh! Was für eine Krabbelgruppe!

Mich nervts! Meine Zugverbindung wird als erstes gestrichen, wenn ich dann noch auf Risiko spiele könnte ich mit sehr viel Zeit und Geduld im Gepäck, Umsteigen und Bangen weiter Zug fahren, doch das da was schief geht, ich in der Pampas steh und nicht weg komm wäre garantiert vorprogrammiert. Alles schon mal da gewesen. Nun, dann muß mein Auto mal wieder ran, mal wieder die Umwelt unnötig verpesten, mal wieder im Stau stehen und sich freuen, mal wieder genervt weiterfahren.

Mittlerweile habe ich für keine Seite mehr Verständnis und ich versteh auch nicht, dass der Eigentümer der Bahn sich da so locker raushält. Irgendwann muß doch mal gut sein und man muß doch mal auf beiden Seiten Kompromisse eingehen. Es kann doch nicht angehen, dass Millionen Pendler und Zugreisende, sowie die Wirtschaft darunter leiden müssen bis ultimo.

Bin mal gespannt was als nächstes kommt.