Einwegpfandflasche, Mehrwegpfandflasche, Flasche an sich
Im Büro hat sich mittlerweile ein kleiner Berg an Leergut angesammelt :sorry: , den war ich gerade mal wegbringen. Das nächste Leergutannahemecenter war bei der Apotheke Karstadt zu finden, also nix wie hin. Dort angekommen noch kurz sortieren Einweg- oder Mehrwegpfandflasche. Bei der letzten Bionade-Flasche (die eindeutig eine Mehrwegflasche war/ist) ertönte eine entsetzte Stimme hinter mir: “DIe gehört da nicht rein! DIE GEHÖRT DA NICHT REIN! NEIN! NEIN! NEIN!”
Häh? Warum nicht? Ist doch Mehrweg!
er: ABER DIE KRIEGEN SIE WENIGER GELD FÜR!
ich: hab ich ja auch weniger für gezahlt! Und Mehrweg gehört in Mehrweg.
er: Zeigen Se mal den Bon!
ich: Warum?
er: Hätten Sie das hier eingeworfen hätten se für jede Flasche 25 cent anstatt lächerlichen 15 cent bekommen!
ich: Danke für den Tip!
er: IST JA NICHT MEIN VERLORENES GELD!
ich: Soll ich die jetzt wieder rausholen, oder was soll das Geschreie? Ich habe mich bedankt für Ihre Aufmerksamkeit, egal ob ich das beherzige oder nicht, wo ist das Problem?
er: GELD!
Argh! Das aber eine Mehrwegflasche einen längeren Lebenszyklus hat als eine Einwegflasche wollte die Flasche nicht verstehen. Vllt. sollte man ihn auch nach China verkaufen und einen Fleecepulli aus ihn fertigen. Mag ja gut gemeint gewesen sein, doch der Ton macht die Musik und mich für ne unterbelichtete Blondine darzustellen war die Härte. Anschreien ohne ne vernünftige Begründung und noch pampig und rotzig werden, wenn man geht…. also! Mittagspause auch im Arnus, genauso wie der heutige Tag!
Katalogisiert in alles wird auch nicht gut | Kein Kommentar (0)Gewohnheiten können sich ändern, gerade Montags…
Die letzte Straßenbahn ist aus dem Herzen der Dortmunder City am 26ten April verschwunden. Nach 11 Jahren Bauzeit ist der West-Ost-Tunnel eröffnet worden. Mit Riesentamtam und Flugblätter, Begleitschreiben und Aufkleber an den entsprechenden nicht mehr angefahreren Haltestelle.
Heute morgen mal wieder die gewohnte Richtung vom Bahnhof Richtung Firma gelaufen, komme an den Knotenpunkt “Kampstrasse” an und siehe da, da stehen ca. 40 Leutchen, die die letzte Woche wohl völlig verdrängt haben. Man hörte schon lautes Geschnatter und Gemurre. *pockpockpock*
Bis einer von diesen 40 mal auf die Idee kam, auf den großen Aufkleber zu schauen und *schwupp* stürzte diese buntgemischte Truppe ab in den U-Bahn-Schacht. Ein richtig niedlicher Anblick.
Tja, so kann das gehen, ein neuer Montag ist angebrochen und schon irgendwie alles Schrott! Und immer diese Umstellungen auf neue Wege und Gewohnheiten, wenn man doch noch halb schläft. Argh!
Dazu fällt mir eigentlich nur noch ein Lied aus den 80igern ein:
Edith fügt an, dass es sich auch noch Dienstags Menschenansammlungen an totgelegten Haltestellen zusammenfinden und zu verschlafen sind, das Problem zu erkennen. :frech:
Ach ja und nicht wundern, der obere Teil des Posts ist eigentlich gestern erstanden, doch die Zeitnot hat sich geweigert noch zwei Handschläge zu machen und das Posting zu veröffentlichen.
Katalogisiert in Uncategorized | Kein Kommentar (0)Preisschilder können schon peinlich sein…
Soeben in der Mittagspause erlebt, ein schöner dekadenter Smalltalk unter Freundinnen:
1: Du hast aber schöne Schuhe an, das seh ich jetzt erst.
2: Och Danke, das sind *Markezuteuer*. Total toll, bequem und himmlisch, aber ganz schön teuer.
1: Steht Dir aber gut! Zeig doch mal den Absatz!
2: *Knie 90° angewinkelt, Schuh zeigt nach hinten* Hier schau mal, ist der nicht hübsch und die Sohle hat auch ein Muster!
1: Ja, allerdings! *schäumvorWut* 14 Euro 90 von Deichmann!!!
2: UPPS! Da hab ich mich vertan, aber die teuren stehen dann zu Hause.
1: Jaja!
*prust* Das ist doch die erste Regel nach dem Schuheinkauf -> Preisschilder abmachen!!
Katalogisiert in alles wird auch nicht gut, alltagswahn an sich | Kein Kommentar (0)Anansi Boys - Neil Gaiman

Die Hauptfigur des Romans, Fat Charlie Nancy, ist ein in Florida aufgewachsener Schwarzer, der seine Heimat verlässt, um zu seiner Verlobten Rosie nach London zu ziehen. Charlie führt ein in jeder Hinsicht gewöhnliches Leben, er arbeitet als Buchhalter in einer Künstleragentur. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als sein Vater stirbt, und Charlie nach Florida fliegt, um sich um seine Beerdigung zu kümmern.
In seiner Heimatstadt warten einige Überraschungen auf ihn — wie sich herausstellt, war sein Vater die irdische Verkörperung des westafrikanischen Spinnengottes Anansi und hat außer Charlie noch einen weiteren Sohn hinterlassen. Charlie nimmt mit seinem unbekannten Bruder Spider Kontakt auf, der das ganze Gegenteil von ihm ist: gut aussehend, charmant, selbstbewusst und zu allem Überfluss auch noch mit magischen Fähigkeiten begabt. Spätestens als Spider Charlies Verlobte Rosie zu umgarnen beginnt, bereut dieser, seinen Bruder in sein Leben geholt zu haben und setzt nunmehr alles daran, ihn wieder loszuwerden. (via amazon.de)
Mein Fazit:
Herrlich! Einfach nur herrlich! Die Charaktere sind ein totaler Genuß! Charlie - der nur “Fat Charlie” gerufen wird - ist der genaue Gegensatz zu seinem Bruder Spider, diesen lernt er erst nach der Beerdigung des Vaters kennen. Genauso lange blieb im Verborgen, dass sein Vater der Spinnengott Anansi war. Spider gibt sich als Charlie aus, da dieser nach der gemeinsamen Sauf Beerdigungsritualfeier unpässlich ist und löst damit eine verhängnisvolle Kettenreaktion aus…. (mehr will ich gar nicht verraten :-) ).
Ich habs verschlungen, konnte mich köstlich über den Wortwitz amüsieren, war/bin begeistert über die Fabulierkünste des Herrn Gaiman. Und schade, ist schon vorbei. Die Charaktere sind herrlich ausgefeilt und man meint, im Plot mitzuspielen als stummer Beobachter, so plastisch erscheint es. Am herrlichsten finde ich übrigens die Mutter von Charlies Verlobter Rosie. Eine typische versnobte, nörgelige, besserwisserische Dame, die ihrer Umwelt das Leben zur Hölle macht.
Anansi Boys ist der zweite Teil von American Gods. Doch den ersten Teil brauch man nicht unbedingt gelesen haben. Im Grunde ist Anansi Boys eigenständig, knüpft er doch nur an die Idee an, das Götter sich als menschlichen Wesen auf der Erde rumtreiben.
LESENSWERT!!
Katalogisiert in buchstabencontent | Kein Kommentar (0)Der kleine Dämonenberater - Christopher Moore

Travis O’Hearn hat ein Problem: Seit er vor siebzig Jahren eher aus Zufall einen Dämon geweckt hat, weicht ihm dieser nicht mehr von seiner Seite. Und Catch ist beileibe kein angenehmer Zeitgenosse, denn er hat einen unstillbaren Appetit auf menschliches Fleisch. Um dem dämonischen Treiben endlich ein Ende zu setzen, macht sich Travis auf den Weg zum König der Dschinn -der Einzige, der Catch in die Hölle verbannen kann, aus deren Staub er einst gekrochen kam … (via amazon.de)
Mein Fazit:
Nun ja, ich hab schon bessere Bücher von Herrn Moore gelesen. Dies hier ist zwar schön skurril, doch irgendwo zu vorrausahnend, zu berechnend. Nette Story, nette Charaktere, aber der Pepp fehlt oder sagen wir mal so: Es fängt vielversprechend an, lässt in der hinteren Mitte nach und das Ende kann man schon vorher wissen. Das heißt jetzt nicht, dass es hundsmiserabel war, neee, aber es gibt bessere von ihm. Der kleine Dämonenberater ist nett, lustig und ein Pausenfüller für mich.
Travis hat vor über siebzig Jahren Catch - einen Dämonen - erweckt und seitdem versucht er ihn wieder loszuwerden. Catch an sich ist eine sehr skurrile und witzige Figur. Durch einen Unfall landen die Beiden in dem interessanten Ort Pine Cove (die mehrseitige Beschreibung dieses Ortes zeitlich gesehen ist richtig witzig). Dort erlebt Travis den xten Frühling, Catch wittert seine Chance alles für sich zu entscheiden und der König der Dschinn mischt ordentlich mit…. Das Chaos nimmt seinen Lauf. Der ewige Kampf Gut vs. Böse beginnt aufs Neue.
Katalogisiert in buchstabencontent | Kein Kommentar (0)Das Telefon klingelte um 6.00 heute morgen…
… da macht man sich ja schon so seine Gedanken, ist was mit Oma oder so? Da ich eh schon auf bin um die Zeit, konnte es mich auch nicht aus dem Bett vertreiben. Also ran (mit Zahnbürste in der Hand):
ich: Hallo?
Unbekannt: Mutti? Mutti? Mutti bist Du das?
ich: Ne, ich bin keine Mutti, da ha-
Unbekannt: Mutti, Mutti, sag doch mal was!
ich: Ich bin nicht Mutti, da haben Sie si-
Unbekannt: Muttiiiiiiii!
*knall* ich hab aufgelegt, wurd mir zu blöd.
Zwei MInuten später, ja wie soll es anders sein, genau es klingelt wieder.
ich: Hallo?
Unbekannt: Mutti? Mutti, hast Du mich nicht mehr lieb?
ich: Nein!
Unbekannt: Was hab ich Dir denn getan, liebste Mutti?
ich: Ich bin nicht ihre Mutti, Sie haben sich verwählt!
Unbekannt: Och, ja, jetzt wo sie es sagen, aber macht ja nichts!
*knall* unbekannt hat aufgelegt.
Häh? Warum macht das nichts? War ich soeben zu einer emotionalen Pinkelpause degradiert worden? *grübel* Mir macht das schon was, weil mein morgendlicher Zeitplan auf die Sekunde genau ausgearbeitet ist. Da hab ich keine Zeit für so ein Kasperletheater. Daher fehlten mir jetzt ganze 5 Minuten. Argh! Zum Glück war weniger Verkehr als sonst auf den Straßen. :-)
Katalogisiert in Uncategorized | Kein Kommentar (0)Spam-Filter
Warum rutsche ich auf einmal überall wo ich kommentiere in den Spam-Filter hinein? Das ärgert mich ein kleines bißchen. Woran kann das liegen? Weiß jemand Rat? Vorschläge?
Katalogisiert in alles wird auch nicht gut | Kein Kommentar (0)Farben sind eine Sache der persönlichen Definition…
Kunde: Gibt es das in Silber?
ich: Nein, nicht in silber, annähernd nur in hellgrau.
Kunde: Hellgrau?
ich: Hellgrau.
Kunde: Was gibt es denn noch für Farben?
ich: Blau, Schwarz, Braun.
Kunde: Die hab ich ja alle. Aber Hellgrau? Ist das dann ein Dunkelsilber?
ich: Ne, hellgrau ist ein heller Grauton, kein Dunkelsilber.
Kunde: Jaja, aber wie stell ich mir das vor?
ich: Schwarz mit sehr viel Weißanteilen.
Kunde: Hahaaaa, sie sind ja witzig.*lach* Der Kunde sucht Silber.
ich: SIlber gibt es das leider nicht, annähernd nur in Hellgrau.
Kunde: Hellgrau?????? Also so wie mein Kugelschreiberkopf, aber heller?
ich: Tut mir leid, aber ich kann ihren Kugelschreiber nicht sehen! Mausgrau halt!
Kunde: Hell- oder Dunkelmausgrau?
ich: Natürlich Hellmausgrau!
Kunde: Ach so, dann hab ich es jetzt. Hätte ja auch Betongrau sein können, das wäre zu dunkel.
Ich konnte nichts erwidern, da ich in den Ordner gebissen habe. Meine Nerven!
Katalogisiert in alles wird auch nicht gut, bürowahn | Kein Kommentar (0)Superklassenausflug…
Eine 8te und 9te Klasse aus Kreuztal waren auf den Weg nach Oberhausen zum Sealife-Aquarium. Doch da kamen die nie an. Ein 14jähriger und zwei 16jährige Schüler waren so besoffen, dass der Bus an der Autobahnpolizei gestoppt hat. Die Lehrer wußten bei den Ausfallerscheinungen nicht mehr weiter. Das war schon so weit, dass einer von den dreien gar nicht mehr ansprechbar war. Rettungshubschrauber wurde gerufen, die A45 für ne halbe Stunde gesperrt , war dann aber doch nicht mehr nötig und der Krankenwagentransport reichte aus. Also Zwei wurden in die Klinik gebracht, der Dritte konnte dann doch noch mit dem Bus nach Hause fahren. Sehr zur Freude der anderen Schüler. Seine Eltern waren wohl auch sehr begeistert und die Schulkonferenz wird sich jetzt beraten, was zu tun ist. Vor allem ist einer der Dreien als Streitschlichter aktiv. Infos hier. Sozusagen ein Bombenausflug, wa?
Wie die überhaupt an Alkohol gekommen sind? Na, der Schnaps wurde in Saftflaschen umgefüllt. Eine mittlerweile sehr beliebte Methode bei den Jugendlichen. Mir persönlich ist auch schon eine bzw. mehrere Gruppen Teenies begegnet, die anscheinend literweise Apfelschorle trinken. Oh, wie gesund. Ja Pustekuchen, seit wann ist Apfelschorle giftiggrün? oder Curacao-Blau? *grübel* Will jetzt garantiert nicht den Moralapostel spielen, doch irgendwie versumpfen die, oder ist das nur ne Randerscheinung, oder hab ich Hallus? Oder ist das nur mal n Trend? Genauso wie es immer noch Trend ist, unschuldige aufs Übelste zu verprügelen, nur damit man ein geiles Gewaltvideo mehr auf seinem Handy hat? Häh? Daran merk ich, dass ich älter werde.
Katalogisiert in alles wird auch nicht gut | Kein Kommentar (0)Kind 44 - Tom Rob Smith

Moskau, 1953. Auf den Bahngleisen wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden. Nackt. Fürchterlich zugerichtet. Doch in der Sowjetunion der Stalinzeit gibt es offiziell keine Verbrechen. Und so wird der Mord zum Unfall erklärt. Der Geheimdienstoffizier Leo Demidow jedoch kann die Augen vor dem Offenkundigen nicht verschließen. Als der nächste Mord passiert, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und bringt damit sich und seine Familie in tödliche Gefahr… (via amazon.de)
Mein Fazit:
Wow! Konnte es kaum aus der Hand legen. Es geht um die Sowjetunion zu Stalins Zeiten bzw. kurz nach seinem Tod. Denunzierungen, Verrat und Angst beherrschen das Leben. Jeder kann für jeden die Fahrkarte ins Jenseits oder Gulag sein. In dieser Zeit gibt es keine Krminalität geschweige den Verbrechen wie Mord. Doch es geschehen Morde. Leo ist ein sehr loyaler Geheimdienstler, doch er fällt in Ungnade und wird strafversetzt, zusammen mit seiner Frau. Ab da tuen sich für die Beiden Abgründe auf. Doch das ist ein Prüfstein ihrer Ehe, ihrer Moral, ihres Vertrauens und ihres Glaubens an die Gerechtigkeit, in einem Land, indem alles totgeschwiegen wird und jeder anderer Meinung umkommt. Er ermittelt auf eigener Faust weiter…
Ein beklemmender Thriller. So eine dichte, verstörte, angsterfüllte, zweifelnde und hasserfüllte Atmosphäre hab ich schon lange nicht mehr gespürt. Man merkt, das der Autor Spaß an der Recherche hatte. Es fließt sozusagen genügend Herzblut von ihm in die Geschichte mit ein. Die Story läßt eines wissen, zu der Zeit konntest Du noch nicht mal Dir selbst vertrauen. Die Charaktere sind klar und deutlich beschrieben. Gut und Böse, Schwarz und Weiß verwischen und wechseln auch schon mal die Seiten. Es ist nicht immer das, was es teilweise scheint zu sein.
Wenn man das Buch liest, dann ist Kriminalfall im Vordergrund. Wenn man es aus der Hand legt bzw. ausgelesen hat, dann ist die Stalinzeit im Vordergrund, der Kriminalfall verblasst. Keinem kann man trauen, noch nicht einmal sich selbst, denn jeder hat seine Schmerzgrenze und den eingebauten Überlebenswille, so daß es immer ein Geständnis für irgendwas geben wird. Erschreckend oder? Jedenfalls stimmt es einen sehr nachdenklich. Weil es ja so passierte und immer noch irgendwo auf der Welt passiert. Diese reine Willkür anderen gegenüber. So ergeht es ja auch Leo. Sein Stellvertreter Wassili ist der unsympathischte Mensch in diesem Buch, da gegen find ich den Mörder noch etwas harmloser. Aber lest selbst und bildet Euch ne Meinung dazu.
LESENSWERT!!
Katalogisiert in buchstabencontent | Kein Kommentar (0)


