Ohne etwas Aufregung geht ja gar nichts…
Wir, meine Kollegin und ich, hatten zur Abschiedsfeier unserer noch Chefs ein itüpfelchen als Geschenk gedacht. Jedem ein personalisiertes Buch zu schenken, sprich ein Buch, indem Sie die Hauptrolle spielen und ein paar Mitarbeiter auch drin vorkommen. Hervorragend. Jetzt hab ich beide Bücher hier. Eins richtig, eins - wie sollte es sein - falsch. Eins wurde personalisiert, dass andere leider nicht, da kam die “Muster”fassung.
Jetzt muß/darf/soll/werde ich das falsche Buch wieder zurückschicken, mit der Bitte es doch zu korrigieren. Das Ganze hat nur einen Haken, bis nächsten Freitag wird das wohl nichts werden. *Mipft*. Soll ich jetzt das eine Buch solange zurückhalten, bis das andere auch korrekt da ist? Geb ich dann Gutscheine aus? Oder soll ich beide Bücher unterm Tisch fallen lassen und erst am letzten Arbeitstag als Schmankerl wieder rausholen?
Fragen über Fragen. Da ich Montag wieder an die Arbeit kann, werd ich mal meine Kollegin befragen, wie Sie dazu steht. Alles andere hat super geklappt. Mal schauen.
die Ri
Katalogisiert in alles wird auch nicht gut | Kein Kommentar (0)Der nützliche Freund - Ulrich Wickert
Untersuchungsrichter Jacques Ricou verbringt den Abend mit Kollegen in seinem Lieblingsbistro “Aux Folies” in Paris. Bis ihn ein dringender Anruf erreicht: ein Todefall im fünfzehnten Arrondissement. Der Mann liegt zerschmettert auf dem Pflaster. In seiner Wohnung hat man eine bewustlose Frau gefunden - die engagierte Journalistin Margaux, Jacques´Freundin. Noch in dersselben Nacht nimmt er mit Kommissar Mahon die Ermittlungen auf: der Tote Marc Leroc war als Mittelsmann beim kauf der Leuna-Raffinererie durch France-Oil dafür verantwortlich, Millionen zu waschen und an deutsche Politiker zu verteilen. Als die Affäre aufflog und sich zum deutsch-französischen Korruptionsskandal ausweitete, ist Leroc als Einziger verurteilt worden. Zusammen mit Margaux wollte er dafür Rache nehmen an denen, die ihn hängen ließen. Wer aber könnte ein Interesse haben, ihn daran zu hindern? Und welche Rolle spielt sein deutscher Gewährmann Holm Mormann? Jacques muss mit der unerbittlichen Leipziger Staatsanwältin Karen von Rinteln kooperieren, um nicht selbst ein Opfer der skrupellosen, international agierenden Gentlemen-Verbrecher zu werden…
Mein Fazit:
Es war mein erster Wickert. Aber garantiert nicht mein letzter. Mir gefiel besonders der französische Touch des Ganzen. Irgendwie hat er es geschafft diesen Flair einzubauen.
Die Geschichte an sich war gut recherchiert, doch die Mittel, die die Täter einsetzten, waren mir etwas zu weit hergeholt, irgendwie hakte es dort ein bißchen. Doch im Großen und Ganzem hat es Spaß gemacht den Staatsanwalt auf seiner Erlebnistour zu begleiten. Natürlich durfte die Liebe auch nicht zu kurz kommen. Und wie hinterhältig er reingelegt wird, um ihm lahm zu legen, war doch wieder ausgewieft. Kann ja leider nicht viel dazu sagen, außer gut gelungen.
Wer Wirtschaftskrimis mag, der wird auch hier Gefallen dran finden.
Katalogisiert in buchstabencontent | Kein Kommentar (0)Verblendung - Stieg Larsson
An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten mal so ein geschenk gemacht, doch dann verschwan sie sputrlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden.
In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Sander, einem virtuosen Compu´tergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind die Enthüllungen.
Mein Fazit:
Ein Krimi, der alles enthält: herausstechende Charaktere mit Geheimnissen, ein spannenden Plot, heiteres Täterrätselraten und eine ansprechende Sprache.
Ich hab mir Verblendung mehr aus der Not heraus gekauft, da meine Urlaubslektüre nach zwei Tagen ausgelesen war. Doch nach den ersten 50 Seiten konnte ich den Krimi schon nicht mehr aus der Hand legen, ich mußte mitfiebern, Puzzleteile zusammensetzen und war erstaunt was für ein Leben doch mancher Charakter so nebenbei führt. Spannung pur.
Meine Lieblingscharaktere sind auch die Hauptpersonen Lisbeth Sander und Mikael Blomkvist. Lisbeth, weil sie anders ist, total anders, tätowiert, gepierct, spindeldürr. Man merkt sofort, dass irgendwas nicht mit ihr stimmt, doch was es genau ist, erfährt man erst im nächsten Band (dumdidum). Aber ihre Einzigartikeit wird hier brilliant umgesetzt. Denn sie ist eher ein Typ Mensch vom Äußeren her betrachtet, dem man nicht unbedingt für Helle im Kopf betrachten würde. Doch genau das ist sie. Computergenie ist teilweise noch untertrieben. Mikael wird einem sofort sympathisch, da er es wagt mit seinem Journalismus Großindustrielle anzuprangern. Leider geht der erste Versuch in die Hose und er muß erstmal einstecken. Auch er hat eine “dunkle” Seite als Womanizer. Doch wenn er erstmal ein Problem hat, dann will er es auch lösen.
Zusammen sind die beiden ein Topteam. Da fiebert man schon den nächsten Ausgaben entgegen. Auch wenn auf den ersten hundert Seiten man ein gähnendes Empfinden verspüren mag, bleibt dran, es lohnt sich auf jeden Fall!
Schade und traurig ist nur, dass der Autor mittlerweile verstorben ist, und seine Bücher erst nach seinem Tod ein großer Erfolg wurden.
Der nächste Band wird schon gelesen.
I am the messenger - Markus Zusak
Ed Kennedy is an underage cabdriver without much of a future.He´s pathetic at playing cards, hopelessly in love with his best friend, Audrey, and utterly devoted to his coffee-drinking dog, the Doorman. His life is one of peaceful routine and incompetence until he inadvertently stops a bank robbery. That´s when the first ace arrives in the mail. That´s when Ed becomes the messenger. Chosen to care, he makes his way through town helping and hurting (when necessary) until only one question remains: Who´s behind Ed´s mission?
Zu deutsch: Der Joker - Markus Zusak
In Eds Briefkasten liegt - eine Spielkarte. Ein Karo-Ass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: »Du musst handeln! Tu endlich was!« Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative - doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft. Eine Geschichte über Zivilcourage, ungeheuer spannend und mit viel Situationskomik erzählt.
Mein Fazit:
Ich hab es verschlungen, denn man will ja wissen, was Ed als nächstes machen muß und wie er die Aufgabe löst. Es hat mir wahnsinnig gut gefallen. Man konnte zusehen, wie Ed von Aufgabe zu Aufgabe aus sich herauskommt und mit jeder Herausforderung wächst. Seine Zukunft sah bis dato nicht besonders rosig aus, Taxifahrer, Karten spielen, vom verstorbenen Vater den Hund übernehmen und in die beste Freundin verknallt sein, ach ja und sonst das schwarze Schaf der Familie sein. So sah es aus. Doch mit jeder neuen Aufgabe versteht er langsam, warum z.B. seine Mutter meint, er wäre ein Looser. Gewinnt an Selbstvertrauen, den Glauben an Freundschaften und wird mutig.
Ed hat teilweise knifflige Aufgaben zu lösen, die ihn zB. zu einer alten Dame führen, einem jungen Mädchen oder einer fremdländischen Familie. Eins bleibt ein Rätsel, nämlich wer dahinter steckt und warum gerade Ed?
Die Geschichte ist herrlich, lässt einen auch selber über den Umgang mit den Mitmenschen reflektieren. Die Charaktere könnten verschiedener nicht sein. Wären da die beste Freundin Audrey, mit ihren teilweisen wechselnden Männerbekanntschaften oder auch die anderen beiden Freunde, mit denen man Karten spielt. Mit viel Gefühl und Situationskomik wird hier eine wunderbare Atmosphäre geschaffen, so dass man Ed gar nicht aus der Hand legen will.
Katalogisiert in buchstabencontent | Kein Kommentar (0)Der wunde Punkt - Mark Haddon
Bei den Halls, einer typischen Vorstadtfamilie, hat jeder seinen wunden Punkt: Die Tochter will zum zweiten Mal heiraten, der Sohn ist schwul und oft allein, die Mutter geht fremd und George, das Familienoberhaupt, entdeckt einen verdächtigen Fleck an seiner Hüfte, wo eigentlich keiner sein sollte.
Mein Fazit:
Herrlicher tragikomischer Familienwahn! Allerfeinste Güteklasse! Alles fängt damit an, dass George ein Fleck an seiner Hüfte entdeckt. Somit ist das Leben fast vorbei und überhaupt. Keiner nimmt von seiner aufsteigenden Panik an Krebs erkrankt zu sein Notiz, da alle mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind. Selbst der Arzt verharmlost diesen Fleck und will ihn garantiert nur nicht die schmerzliche Nachricht übermitteln. Für George fängt ein Chaosleben an. Zwischendurch bekommt er noch mit das seine Tochter heiraten will, irgendso einen Luschi - seiner Meinung nach. Und vom Sohnemann hört man auch nichts. Der Zufall setzt ihm noch das itüpfelchen aufs Chaos, denn er erwischt seine Frau im Bett mit einem anderen Mann. Danach kommt es noch besser!
Auf jeden Fall lesenswert! Sehr humorvoll und voller Tragik wird hier das gewöhnliche Leben auf die Schippe genommen. Wieder löst Haddon bei mir Gedanken aus wie zB. “Frisst der Alltag unsere Beziehung?” “Wie geht man mit seiner eigenen Familie um?” usw. Aber das nur am Rande.
Die Charaktere sind hervorragend gezeichnet. George, der unbelehrbar “todkranke” Familienvater, die Tochter, die selbst nicht weiß, ob sie nochmal heiraten will oder nicht, der Sohn, der die Liebe seines Lebens verliert, da er sich wie ein Arschloch verhält und natürlich die Mutter, die auch mal wieder verstanden werden will. Und doch finden Sie wieder alle zu einander, jeder auf seine Art und Weise.
Wer gerne Familiengeschichten liest, dem sei es ans Herz gelegt.
Katalogisiert in buchstabencontent | Kein Kommentar (0)still ruht der Blog
jetzt hab ich mich erfolgreich um drei Erkältungen geschlängelt und was ist der Welten Dank? Eine irgendwas. Ich hab noch keinen Plan was es sein soll, anfühlen tut es sich wie eine Bronchitis. Jedenfalls hat mein Selbstheilungskurs diesmal auf ganzer Linie versagt, d. h. sollte es morgen nicht besser gehen, sitz ich am 8.00 Uhr bei meinem lieben Arzt. Ist doch ätzend!
aber lesen kann ich noch ;).
die ri
Katalogisiert in alles wird auch nicht gut | Kommentare (2)Der nasse Fisch - Volker Kutscher
Berlin 1929: Gereon Rath, neu in Berlin und abgestellt bei der Sitte, erlebt eine Weltstadt im Rausch und voller sozialer und politischer Spannungen. Nach dem Fund einer unidentifizierten Leiche schaltet sich der junge ehrgeizige Kommisar ungefragt in die stagnierenden Ermittlungen der Mordkommission ein - und stößt in ein Wespennest. …. Ein Toter ohne Identität, der Spuren bestialischer Folterung trägt, gibt der Mordkommission Rätsel auf. Rath entdeckt eine Verbindung zu einem Kreis oppositioneller Exilrussen, die mit geschmuggelten Gold Waffen kaufen wollen, um einen Putsch vorzubereiten. Auch andere sind hinter dem Gold und den Waffen her. Rath bekommt es mit Paramilitärs und dem organisierten Verbrechen zu tun. Er verliebt sich in Charly, Stenotypistin in der Mordkommission, und missbraucht ihr Insiderwissen für seine einsame Ermittlungen. Dabei verstrickt er sich immer weiter in den Fall und macht sich schließlich selbst verdächtig.
Mein Fazit:
Gekauft hatte ich mir dieses Buch eher aus dem Grunde, da es die späten 1920iger und frühen 1930iger des damaligen Berlins streift. Der Glamour auf der anderen Seite und das Verrufene auf der anderen Seite. Außerdem der Auftakt zu einer Serie über diese Zeit, die vor politischen und gesellschaftlichen Umbrüche nur strotzte. Und ich hab es nicht bereut. Absolut nicht. Warte schon sehnsüchtig auf den zweiten Teil.
Die Sprache, die Atmospäre, die Dichte der Geschichte - alles stimmt bis ins kleinste Detail, jedenfalls für mich. Die Beschreibungen, die Wortwohl und Ausdrucksweise - da kam ich mir schon manchmal vor, als ob ich eine kleine Zeitreise unternehm. Auf der einen Seite dies schillernde, pulsierende, aufregende, jazzige, neureiche und anzügliche Berlin, auf der anderen Seite die Ganoven, Schurken, Drahtzieher, Mietsbarracken und dreckige Berlin. Sowas von gelungen. Herrlich.
Natürlich kommt auch die Handlung nicht zu kurz. Man erfährt warum Gereon Rath nach Berlin versetzt wurde, dass er eher Mordermittler ist als Sittenwächter, neugierig und wißbegierig, auch Fehler macht und damit sehr sympathisch wird. Ebenso kann natürlich auch keine Liebschaft fehlen, doch diese muß er sich hart erarbeiten, da er beinahe alles bei ihr verspielt. Mal schauen, wie es weitergeht.
Mir hat es ausgezeichnet gefallen, war zwar stellenweise etwas verzwickt, da ich die beiden Hauptrussen gerne verwechselte, aber ich kann es empfehlen, für Leser, die gerne in vergangene Zeiten abtauchen.
Katalogisiert in buchstabencontent | Kein Kommentar (0)Die Jugend von heute
hat teilweise ihr Hirn schon verqualmt. In einer Schischa verbrannt. Oder wie soll ich das sonst verstehen?
Mein Zug fährt seit einer Woche und diese schöne Woche noch wg. Bauarbeiten Umleitung. Kurz gesagt interessiert mich das nicht, denn an meiner Haltestelle hält er erstmalig wieder an. Doch Reisende, die an den drei Bahnhöfen vorher aussteigen wollen, müssen zur Zeit mit der pisseligen SBahn chauffiert werden. So der Stand der Dinge. Diese Mitteiling wird auf dem Gleis in Form dieser netten LED-Anzeige, mit zweiminütigen Abstand per Durchsage und natürlich per Aushang bekannt gemacht.
Gestern abend war es wieder soweit. Drei Jugendliche im zarten Alter von maximal 14 rannten durch den Zug einen Sitzplatz suchend, bevorzugt einen freien Vierer zum rumfletzen. Pech gehabt. Uhrzeit 17:01. Ausgerechnet bei mir mußten Sie sich hinsetzen. Doch meine Freude währte nicht lange, da ich dem neben mir sitzenden Milchbubi viel zu fett bin und außerdem ja nur ne Timbuk-Tasche habe, neben sowas billigem setzt er sich nicht hin. *Puh* Nun ja, viel weiter weg sassen sie nun auch nicht. Uhrzeit 17:02. Die Zugdurchsage - ja ich gebe es zu - nuschelte so daher. Uhrzeit 17:03. *Peng* Türen dicht. Abfahrt. Der erste fing dann an komische Fragen zustellen wie zb. “Kriegen wir den Viertelnach Bus mit?” Häh? Der Zug hält erst wieder um Halb. Keine Reaktion, man war nämlich mit seinen Einkäufen beschäftigt. Jaaaa. Im Alter von 14 Jahren muß man heutzutage mindestens drei Shishas besitzen. Und Nummer drei haben sich die zwei von Birnen gerade gekauft. Kraut zum Rauchen hatten Sie auch schon besorgt. Prickelnd. Und dann fing man an zu zündeln, fachzusimpeln welche besser, toller, breiter macht. ARRRGGGHHH!
Der Knaller schlecht weg fing an, als den Dreien bewußt wurde, dass der Zug immer noch fährt und der Bus gleich weg ist. *ohhhh* Hektik, Panik oder einfach nur gespielte Coolness kam da rüber. Yeah! Auf die freundliche Hilfe in Form von Mitfahrenden und deren Ratschläge, wie sie am besten wieder nach Hause kämen, bekamen die Mitfahrenden noch merkwürdige Antworten. Yippieh - my darlings! Und jetzt das Sahnehäubchen auf diesem Obermist:
1:”Boah, ich werd nächstes Jahr schon 15!”
2 & 3: “Jau, wie die Zeit vergeht!”
1:”Ich kann mich noch erinnern, da war ich 12!”
2 & 3:”Boah!”
Ich wußte nicht, ob ich im gratulieren sollte, dass er es doch noch schafft sich an etwas zu erinnern oder ob ich mir denken sollte, was für ein armes Würstchen. Konnt mich nicht entscheiden, daher hab ich mir den Kommentar verkniffen, allerdings waren die freundlichen Mitfahrer auch verdutzt über diese - nennen wir es mal - Glanzleistung.
die ri
Katalogisiert in alles wird auch nicht gut | Kommentare (2)Und Alaska liegt doch in Gelsenkirchen!
Darauf besteh ich aber sowas von! Da war ich nämlich nach 20minütigen Wanderhinweg. Ein netter Rundgang durch die liebe Tierwelt getätigt, ein Abstecher ins doch eher bitterkalte Afrika gewagt, außer einem Anschnauzer vom König der Savanna war nichts los. Anschließend noch kurz die nächste Reise Mitte des nächsten Jahres gebucht - nach Asien.
Ja, die Schneeflocken haben auch mein Hirn erreicht. Wir waren gestern zoomen. Häh? Okay, wir waren im Zoo oder eher im Zoom - der Erlebniswelt.
Total ruhig, kein Gedränge und in Alaska war ne Menge los. Der Kodiakbär schaufelt sich im Freilandgehege locker mal ne Höhle, dem Polarfuchs interessierte das Null, ebensowenig dem Eisbären. Die Seelöwen hatten ihren eigenen Spaß, da die sich gut mit ihrem Holzstöckchen beschäftigt haben, sogar mit Spezialvorstellung.. hihi.
Nun ja, in Afrika war eher tote Hose, kann ich ja gut verstehen. Die Giraffen konnten man durch ne dicke Glasscheibe beim Futtern beobachten. Da gab es dann Unstimmigkeiten zwischen Herzeblatt und mir, was die Anzahl der edlen Langhälse anging. Doch siehe da, die ri hatte mal wieder recht, denn das “Kleine” einjährige hatte er übersehen. Ts!
Ansonsten kann ich Euch nur noch erzählen, dass Herzeblatt elchisch kann. Demnächst möchte er mit der Elchkuh mal eine vernünftige kultivierte Diskussion starten, denn ich verfall nur in langandauernden Lachkrämpfen und nehm ihn nicht ernst. So sein Kommentar dazu. Dabei versteh ich meinen Mann in spe nicht in elchisch, okay, im normalen Leben manchmal auch nicht.
Auf dem Nachhauseweg noch ein bißchen eingeschneit, wollte aber nicht Schneefrau spielen. Und jetzt noch ein paar Eindrücke von den Lieben:
Katalogisiert in empfehlenswert, privatkram | Kommentare (2)Schockmomente
Mein Herzeblatt hat mich gestern morgen ordentlich geschockt. Unerwartet. Gnadenlos.
Wach wurde ich durch Weckergeräusche, doch das waren nicht meine Wecker. Also einmal die andere Seite des Boxes geboxt und festgestellt, da gibt es ja gar nichts zum knuffen. Huch. Die Frage, die sich mir dann stellte formuliert sich so: Wo ist mein Herzeblatt? Also Wecker ausgemacht, aufgestanden und die Wohnung abgegrast. Kein Göttergatte in spe gefunden. Ergo konnte ich ihn auch nicht aus dem heimischen Bettchen auf die Couch verschnarcht haben *hüstel*. Beim Öffnen beider kleiner Augäpfelchen auch noch festgestellt, dass seine Tasche, seine Sachen (die er sich immer einen Abend vorher rauslegt, wenn er Frühschicht hat) und sogar das Auto weg ist.
Da hab ich mir Sorgen gemacht. Innerlich lief ein großer aber sehr schlechter Film ab. Immo hat Herzeblatt Frust mit seinem Arbeitgeber, denn es gibt mal soeben neue Arbeitszeiten und naja, man kann auch sagen, neue Bedingungen, denn irgendwie geht es mit der Abteilung bergab, so das Bauchgefühl, verkauft wird das Ganze natürlich positiv, hinzukommt die Trinkerheilanstalt (unsere Nachbarn) hier. Von daher war der Grundgedanke, er konnte nicht schlafen, mußte an die frische Luft.
Gut, ne schlecht. Herzeblatt ne Sms geschrieben. Keine Antwort. Aus Verzweiflung und lauter Gedankenchaos, denn der sehr schlechte Film lief immer noch, hab ich dann um 5:30 Uhr Müll rausgebracht und angefangen mich zu beschäftigen, also das Bad geschrubbt, lag am nächsten.
Ca. um 5:50 war ich erlöst, hatte Freudentränchen im Gesicht und konnte das breite Grinsen, ja es war ein dreckiges breites Grinsen, nicht lassen. Herzeblatt hatte sich gemeldet. Folgendes war passiert:
Herzeblatt schlaftrunken wach geworden, dachte er muß schon raus. Fertig gemacht. Zur Bushaltestelle gedackelt. Sich tierisch grünrotblau geärgert, da der Bus mal wieder gehörig Verspätung hatte. Also zum Auto und ab zur Arbeit gefahren. Auf halber Strecke und nach Bewunderung der leeren A40 (Hauptschlagader des Ruhrpotts) warf er mal ein Blick auf die Uhr neben dem Tacho. Die blinkte freundliche 04:33 Uhr. Also locker mal alles ne Stunde vorgezogen. Natürlich fährt um 04:00 Uhr auch kein Bus. Tja, alles gut!
Puhh, war ich erleichtert. Man weiß ja nie, denn irgendwie war das schon alles sehr merkwürdig. Tat mir im nachhinein ein bißchen leid, wg. des sehr schlechten Kopfkinos. Doch auf der anderen Seite zeigt es ihm ja auch, dass er mir nicht schnuppe ist. Wenigstens war das Bad sauber ;). Hab auch keine grauen Haare deswegen bekommen.
die ri
Katalogisiert in alles wird gut | Kommentare (2)


















